Und damit noch ein Zitat aus Dr. Siri. Und wie immer schliesse ich auch meinem Vorredner an. Der Flughafen Oslo ist kein Vergleich zu Helsinki. Zudem hier ein Zitat des Vorredners:“Auch witzig der Name des Blog ist laos2014 und die Beiträge drehen sich um Helsinki, Minusgrade, Schnee, Oslo…“ An dieser Stelle möchte ich amerken, wie glücklich wir uns schätzen können, noch den Norwegian-Flug bekommen zu haben. Auch wenn ich sagen muss es nervte mich ebenfalls, sogar um einen Becher Wasser ‚zu betteln‘. Und ich fand auch die Geräumigkeit enttäuschend – für einen Dreamliner zumindest. Ausserdem gab es kein Bookworm-Spiel! Unsere Decken (von Air France) hatten wir sowieso selbst dabei 😉 Ja, Finnair war tatsächlich viel gastfreundlicher. Wir werden sehen ob sich das auf unserer Heimreise bestätigen lässt. Der Unterschied der Crew hätte jedoch stärker nicht sein können. Norwegian Dreamliner: Bordpersonal definitiv U30 allesamt wie aus dem Manga-Comic entsprungen. Finnair Bordpersonal: gestandene Erwachsene, Ü35 mit nordischen Charme. Unsere Flugbegleiterin von dem Finnair-Flug macht übrigens scheinbar auch Urlaub hier in Asien. Sie stand am Einwanderungsschalter in Bangkok direkt vor uns in der Schlange. So, damit waren dann auch der lange Flug und die lange Wartezeit überstanden, auf zu neuen Abenteuern.
Bangkok, vom Flughafen in die Stadt mit dem Bus: Ich fands total spannend! Ja, klar anstrengend wenn man die Sprache nicht lesen kann und alles fragen muss, aber dann auch mit der Antwort nichts anfangen kann weil man sie nicht versteht. Trotzdem, wie aufregend im ‚Stadtbus‘ in das Zentrum juckeln, mit null anderen ‚Weissbroten‘. Allein der Anblick der Fahrkartenkontrolleurin, wie sie mit einer Art metallenen Regenmacher sowohl Geld verwaltet als auch die Fahrkarten ausgibt, in einer Art Ballett mit Fingern.
Endlich den Bahnhof erreicht gab es alles was das Reiseherz begehrt: erst Gepäckaufbewahrung, nicht ganz billig und nicht so sehr freundlich aber egal hauptsache aufbewahrt, bis 19:00. Eine Dusche für 20Baht = 50cent, relativ sauber sogar für so einen Durchgangsbahnhof, mach sofort gute Laune! Auch wenn beim Duschen ein MAusegrosses Insekt einmal quer durchs Separee flitzt. Ich hab keine Details erkannt, hatte ja keine Brille auf und Wasser in den Augen, villeicht besser so. Danach Essen, wie schon vom Reisebart beschrieben super lecker, auch nur 1 Euro und in einer netten – tja was war das, Seitenstrasse wär zuviel gesagt, Hauseinfahrt zu wenig – naja, man kann es sich vorstellen ein Zwischending eben. Auf Plastik-Hockern von einer netten Thailänderin mit AC-DC back in black Tshirt serviert. Und wenn der Bauch dann so schön voll ist, müüüüde! Tja wohin legen? Die Bänke am Fluss waren alle schon belegt. Dann kam diese Idee mit dem Park.
Auf dem Plan sah der Park so nah aus und in Nepal hatten wir mit dem Garden of Dreams so gute Erfahrungen gemacht. Also ab in Richtung Park laufen, hinlegen, Siesta und alles ist gut. Wir liefen, und liefen, und liefen und liefen. Und wurden schliesslich vom Tuk-Tuk am Osteingang abgesetzt. Das heisst ich nehme an es war der Osteingang, denn nicht nur die Beschriftung in unserer Karte war merkwürdig sondern auch die Proportionen also warum nicht auch noch die Himmelsrichtungen durchmischen? Das gibt bestimmt einen Heidenspass! Dort angekommen war der Boden überall soo matschig, an hinlegen nicht zu denken. Schöne Liegen oder ähnliches gab es nicht. Am Ende haben wir dann in der Konzertmuschel auf den Stufen einen Platz gefunden an dem wir ein wenig ausgeruht haben.
Wir wollten eben den Park verlassen, da wurde aus dem Geniesel, das begleitet von Donnergrollen die ganze Zeit schon über dem Park hing, ein hübscher, heftiger, tropischer Regenguss. Zum Glück hatten wir eben beschlossen noch schnell die örtlichen Ver- und Endsorgungseinrichtungen aufzusuchen. Unter dessen Dach suchten in der Zwischenzeit mehr und mehr Läufer Schutz irgendwann hatte ich den Eindruck es müsse eine Laufveranstaltung stattfinden aber es waren wohl doch nur die üblichen Sonntagsatlethen auf ihrer gewohneten Runde. Recht viele Europäer übrigens, die alle wirkten als betrieben sie auch Feierabendsport hier mit all den asiatischen Kollegen. Wer würde auch zum joggen extra nach Bangkok fliegen?
Ja, dann der Weg zurück, ich muss zugeben die bartsche Orientierungseinheit wird besser durch Benutzung. Ich war kurz planlos und Jochen hat intuitiv die richtige Richtung gewählt, ich weiss garnicht was er hat, geht doch! Der Rückweg war mit Zusatz-Schwierigkeitsgrad: schlüpfrige Gehwegplatten, gepaart mit Wegverlängerung durch Ausgang-am-anderen-Ende-Verwendung. Puh die Flunken waren danach platt! Da half auch die leckere Suppe in der netten kantinenartigen Gastronomieeinrichtung nicht viel.
Zumindest hat die Suppe eine Weile von den Füssen abgelenkt. Die war nämlich sehr interessant. Sie bestand aus einer extrem schmackhaften Brühe mit Spinat, Sprossen und Pilzen. Die grossen Pilze machen sich sicher auch gut als Ersatzschnitzel. Sowohl von der Textur als auch vom Sättigungseffekt. Die kleinen waren keine halluzinogenen Pilze obwohl sie sehr stark so aussahen, die Pilze die man in dunkelbraun bis schwarz bei uns in jedem chinesischen Gericht findet, waren hier gleicher Geschmack, gleiche Konsistenz aber waren hell, wie gebleicht. Und dann gab es noch gelbe Dinger. Kaukonsistenz wie Linsen, Form wie Kapern ohne Höcker und etwas grösser und ein ganz leichter eigenartiger Geschmack. Ich glaube es waren etweder auch Pilze oder wie Kapern, so Blumenknospen – wer weiss?! Ich fand sie gut, Jochen fand sie doof.
Zurück zum Bahnhof um halb sieben hab ich Jochen vorgeschickt, um rechtzeitig um 19:00 das Gepäck abzuholen. Ich bin langsam hinterher gehumpelt. Auf Gleis 5 stand dann bereits der Zug bereit. Im richtigen Waggon, am richtigen Sitz angekommen Hat Jochen dann den Zugbegleiter bei der Sitzplätze-In-Liegeflächen-Umwandlung gefilmt um zu dokumentieren wie schnell der Vorgang des klapp hoch, klapp runter, Matratze ausrollen, Bett beziehen, Liegewagen fertig, abläuft. Der war sehr stolz auf seine Choreographie und das mit Recht. Daher hat er sich auch zu gern dabei filmen lassen (ich hätte mich nicht einmal getraut zu fragen).
Ich werde jetzt die erste Nacht auf laotischem Boden schlafen, bin sehr müde, Jochen pennt schon. Morgen gibt es neue Berichte und dann wirklich den Teil der Einreise nach und unserem ersten Tag in Laos.
Gute Nacht und Viel Glück
Servus Ihr 2 !!
Das nenn ich ja mal ne echte Odyssee !!!
Aber nehmt’s locker, Ihr waert ja sonst wahrscheinlich nie auf die Idee gekommen Helsinki zu besuchen und aans zu pichen :o)
Sehr schoener Blog uebrigens, man kommt als Vertreter der arbeitenden Minderheit ja kaum mit dem Lesen nach… ;o)
Bin z.Zt. in Saluzzo, im schoenen Piemont und fahr nen Versuch in der Spinnerei eines Kunden. Kann vom Grad der Exotic natuerlich nicht mit Laos mithalten aber das Essen ist auch sehr lecker !
Ansonsten wuensch ich Euch noch viel Spass, moeglichst wenige Irrungen und Wirrungen (davon hattet Ihr ja schon genug am Anfang des Trips) und schreibt noch paar lustige Blogeintraege !
P.S.: mich wuerd ja noch brennend interessieren wie ein Pass als gestohlen gemeldet sein kann ohne dass man es selbst weiss….?
Munter bleiben,
Honkman.
Tach olda Haggn! oder besser noomd, hier is scho dunkel. Um nicht zu sagen finster. Na obwohl so schlimm ist es doch nicht. Zunächst Koppsailailai (thank you very much) für den scönen Kommentar. Mit Helsinki hast Du in sofern Recht, dass ich schon gern mal hingefahren wäre aber eher erst im Rentenalter, da es (laut Bart-Toll-omäus nicht exotisch genug ist, quod errat demonstrandum!) Von wegen nicht nachkommen mit lesen – wir kommen nicht nach mit schreiben! In den Piemont möcht ich auch mal und das Essen ist immer die Hauptattraktion. Gestohlenen Pass hat man wenn er mal weg war, wieder aufgetaucht ist, im Bürgeramt abgeholt und quittiert wurde,, nach Indien gereist ist wieder zurück und dann plötzlich in Finnland jemand mal genauer hinsieht. Gruss von Pass-Claudia ich empfehle Weiterlesung es wird nochmal spannend!