503 – Service temporarily not available

Liebe virtuelle Mitreisende,

wir haben das erste Opfer unserer wunderschoenen Reise zu beklagen. Gestern abend, gerade als wir euch mit neuen Informationen versorgen wollten ist unser lieber Freund der Reiselaptop ueber den Mekong gegangen. Und das wo wir grade mal mit dem Bericht des ersten Tag in Vang Vieng angekommen waren. Daher also hier aus dem Internetcafe (ohne Umlaute) eine kurze Statusmeldung. Einen ausfuehrlichen Bericht legen wir nach sobald wir koennen:

Den zweiten Tag in Vang Vieng haben wir uns wieder auf zwei Raedern fortbewegt, diesmal waren es Scooter. Zusammen mit J. ging es erstmal Richtung Wasserfall. Die Strassen waren fuer Asien eigentlich ganz ok. Schlagloecher, Schotter und Staub. Alles wie es sein soll. Erste Etappe war unfreiwillig aber dafuer umso cooler in einem abgelegenen Dorf beim Freundschaftsspiel der hiesigen Dorf-Elf gegen die Altherrenmannschaft Vientianne. Vientianne hat uebrigens gewonnen. Weiter gings zum Wasserfall, ein weiteres erstes Mal fuer Bart der das gleich ueber das Anschauen und Fotografieren hinaus fuer ein Bad nutzte. Naechster Stop war die echte blaue Lagune, die aber, um es mit Rainald Grebe zu sagen, total ueberlaufen war. Aber J. kannte noch eine falsche, genauso schoen aber keine alte Sau da. Herrliches Bad genommen, Wasserbueffel beobachtet, heim, Beerlao, Bett.

Am naechsten Tag haben wir den Kotzbomber nach Phonsavan genommen. 5 Stunden Serpentinen mit einem Fahrer der in schoenster Michael Schumacher Manier wahrscheinlich seinen eigenen Rekord gebrochen hat. Es wurden Plastiktueten verteilt, von denen Bart dachte sie waeren fuer Muell. Aber nein – die Einheimischen an Bord wussten wozu sie waren und haben sie auch ausgiebig genutzt. Eine interessante Erfahrung.

In Phonsavan stiegen wir im Kong Keo ab. Schlicht aber sauber und ruhig und noch dazu guenstig. Perfekt. Betrieben von einem sehr lustigen Laoten der abends am Lagerfeuer in einer alten Bombenummantelung ausgiebeig seinem special tobacco zugetan war. Wir habe uns wieder Raeder geliehen und sind zur Ebene der Tonkruege. Der Name ist totaler Bloedsinn: Erstens sind die Dinger in den Bergen, und zweitens aus Stein. Dennoch klasse Anblick und eine sehr schoene Tour.

Bombenstimmung kam aber in Phonsavan nicht auf. Nach Besichtigung der Steinkruege haben wir das Dokumentationszentrum fuer nicht explodiertes Kriegsmaterial (UXO) besucht und sind sehr nachdenklich und schockiert ueber die Kriegsverbrechen die hier stattfanden. Wer interessiert ist google nach Stichworten wie „Americas Secret War“, „Surviving the peace“, „Harvesting Bombs“ oder einfach „Bombies“ in Zusammenhang mit Laos.

Dann gings weiter nach Luang Prabang, die letzte Station unserer Reise. Der Fahrer war diesmal zivilisiert, dafuer hats auch entsprechend laenger gedauert. Einen Tod muss man sterben. Die Unterkunft hatten wir ja schon in Vang Vieng klar gemacht und sie entspricht allen Erwartungen. Preiswert, grosszuegige Zimmer, schoener Garten, eigene Veranda etc.

Heute frueh haben wir versucht mit Operation am offenen Herzen unseren Laptop zu reanimieren. Operation gelungen – Patient tot 🙁

Der Stadtrundgang hat uns dann aber wieder fuer alles entschaedigt. Eine schoene Flussbiegung nach der naechsten. Macht euch auf 200 Bilder vom Mekong und Nam Khan gefasst! Wirklich die schoenste Stadt bisher. Wenn wir am 12. nicht zurueck sind: Hier haengen ueberall Schilder mit „House for rent/sale“.

Was noch: Wir planen eine Bootstfahrt, wollen mit den Motorraedern wieder einen Wasserfall besuchen und besuchen am Tag vor der Abreise einen Kochkurs inkl. Marktbesuch.

Sorry for no pictures, wir werden alles nachreichen.

Es gruessen,

Hardware-Claudia

Software-Bart

3 Gedanken zu „503 – Service temporarily not available“

  1. Hey das hört sich alles total interessant, spannend und aufregend an. Hauptsache es geht Euch gut! Liebe Grüsse aus dem verregneten Schleswig-Holstein 😉

    1. Liebe Conny,

      heute ist es auch hier verregnet und unsere Gehirne sind ganz bewoelkt. Ansonsten geht es uns gut und wir hoffen Dir und den Kids auch. Wenn wir wieder zu Hause sind machen wir die letzten Beitraege noch spannender und bunter, bis dahin,

      liebe Gruesse,

      Jochen und Claudi

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