Mit diesem Klassiker aus den Dr. Siri-Büchern, die uns erst hierhier nach Laos geführt haben, begrüsse ich euch alle aus dem wirklich heissen und wundervollen Laos. Genauer gesagt aus Vientiane. Und noch genauer aus Syri Guesthouse 1 – Ja, der Name Siri ist auf unserer Reise Programm! Was für ein Trip hierher. Das war bisher das Anstrengendste was ich je auf Reisen gemacht habe. Aber der Reihe nach.
Nachdem wir uns um 03:30 aus dem Bett in Helsinki gequält und einen kurzen Flug nach Oslo hinter uns gebracht haben waren erstmal 7 Stunden Aufenthalt angesagt. Den Flughafen in Oslo kann ich wie gesagt nicht empfehlen. Aber das schrub ich ja schon. Dann 11 Stunden Flug nach Bangkok. Es war zwar ein Dreamliner, aber die Fluggesellschaft war Norwegian Air. Kann ich auch nicht empfehlen. Das war der erste längere Flug bei dem man für fast alles die Kreditkarte zücken musste. Ja, Wasser gabs natürlich kostenlos, aber für Decke, Kissen oder sonstige Selbstverständlichkeiten hiess es: Yes, you can have, we only acceppt credit card. Fuck you! Sorry, aber das war schon fast Abzocke. Also Leute – tut euch Norwegian nur an wenn ihr keine Alternativen habt.
Vor uns sassen ein paar anstrengende Deutsche (wie solls auch anders sein) und nervten mit diversen Dingen … muss ich nicht weiter ausführen, sah mir aber so aus als ob sie das erste Mal Langstrecke fliegen und einfach keine Manieren hatten.
Schlafen konnten wir wenig und das Entertainment-Programm war eher mau. So kamen wir nach dem Flug vollkommen im Eimer in Bangkok an und mussten noch die Zeit bis zu unserem Zug überbrücken. Ankunft: 07:00. Zug: 20:00. Horror pur.
Bis dahin wars aber ein langer Weg … erstmal mussten wir den Bahnhof finden und hoffen überhaupt ein Ticket zu bekommen. Claudia hat sich nach einer klein wenig heftige Debatte (wie gesagt, wir waren beide im Eimer) durchgesetzt und wir nahmen den Bus in die Stadt. Soweit war alles ok, wir fanden Bus, auch der Anschluss-Bus mitten in der Stadt war kein Problem, wenn auch geknallt voll. Bei so einer Packdichte mit Backpack und Reiserucksack in der Menschentraube zu stehen – kein Spass.
Am Bahnhof angekommen konnten wir alle Versuche uns in Tourie-Fallen zu locken (1500 Bhat für den Zug, ne, schon klar …) umschiffen und waren nach kurzer Zeit stolzer Besitzer eines Stinknormalen Zugtickets. Kostet übrigens ca. 780 Bhat, Second Class Sleeper, nur so am Rande.
Aber wie nun die Zeit totschlagen? Wir mussten uns irgendwo hinlegen. Wir mussten einfach. Aber erstmal am Strassenstand sauleckere Nudeln mit Gemüse gespachtelt. Und Zuckkerreserven über Cola auffüllen.
Dann gings wieder etwas besser. Nur: was nun? Auf der City-Map haben wir einen kleinen Park entdeckt, der, Achtung Hendrik, den schönen Namen Lumpini-Park trägt. Sah auf der Karte ganz nah aus. Nach ca. 2 km und Blasen an Claudias Füssen entschlossen wir doch ein Tuk-Tuk zu nehmen. Nur hatte der Fahrer keinen Plan wohin er fahren sollte. Also lustig durch alle möglichen Gässchen und Strässchen gekurvt. Irgendwann waren wir dann doch da und konnten uns endlich etwas ablegen. So muss das Paradies aussehen!
Dann: Wolkenbruch – Warten bis es aufhört zu regnen.
Wie kommen wir wieder zurück? Laufen? Eher nein. Aber hier fahren keine Tuk-Tuks ab. Also … Beine in die Hand und von planlosen Bangkokern hierhin und dorthin geschickt werden. Danke Bartscher Orientierung (hätte nie gedacht dass ich das mal schreiben werde) dann doch die richtige Richtung gefunde, vom Tuk-Tuk Fahrer nochmal ganz, ganz klassisch übers Ohr gehauen worden (Schande über uns), aber wir waren dann doch rechtzeitig dort. Und konnten vorher noch eine lecker Suppe schlürfen. Der Zug war dann wie erwartet. 2nd class sleeper, sieht wohl in jedem Land in etwa gleich aus.
Leider war wieder die AC an so dass wir nachts richtiggehen geschlottert haben. Ich zumindest, Claudia ist bei sowas ja durchgehend besser vorbereitet als ich und hatte mehrere Lagen Decken und Zeug dabei. Die Toiletten war auch wie erwartet, aber ok. Im Lhasa-Train wars schlimmer finde ich (gut, der war aber auch 48h unterwegs, wir nur etwa 10).
Vor dem Ablegen nochmal ins Bordrestaurant. Dort konnte man rauchen und es lief Mucke, so dass sowohl Claudia als auch ich eine Träne im Knopfloch hatten als der Zug losratterte. Das Gefühl werde ich nicht mehr vergessen. Riesen-Lob an das Bordrestaurant. Erschwingliche Preise und ganz im Ernst, einfach nur saulecker. Abends wieder Reis, Gemüse mit Beilagen, am nächsten Morgen Reissuppe mit Chicken, Früchte und … hach … Kaffee!
Soviel zum ersten Teil. Stay tuned for part 2 – Über die Friendship Bridge nach Laos.
Reisebart und Sleeping Claudia.
P.S. Ein paar Grüsse nach Laos? Claudia und ich sind je nach WiFi-Verfügbarkeit aus Sendung und freuen uns über jeden Kommentar.







Ist ja der Hammer was ihr so alles durchgemacht habt…..warten warten warten und das an den ungemütlichsten Orten!
Ich hoffe ihr habt nun Euer Ziel erreicht!
Liebe Grüße aus dem kalten aber heute sonnigen Norden!
Constanze
Auch meine Antwort, meine liebste Schwester, hat lange auf sich warten lassen kommt aber dennoch. Das erste Ziel ist erreicht, in der Tat aber damit geht nun die Reise erst richtig los. Ich hoffe ich kann in den nächsten Tagen alles berichtenswerte aufholen, denn morgen früh verlassen wir Viantiane hier ja schon wieder in Richtung Vang Vieng. Zunächst bin ich aber hauptsächlich sehr froh, dass nicht mehr kalt die dominante Temperatur ist. Was die Claudi braucht ist heiss, lecker essen, saubere heia und nette Erlebnisse, sonst nix. Und davon haben wir hier reichlich. Mal sehen wie es weitergeht, die Karten für die Kids hauen wir morgen raus, vielleicht sind die kalten ja schon angekommen? Ach ja, Sonne, ich hoffe die Kitschbilder können es mit dem Blick aus deinem Wohnzimmer aufnehmen! 😉
es gruesst die entfernte Verwandte