Dr. Siri auf der Spur

Neuer Tag, neue Mission. Eigentlich wollten wir auf die Suche nach einem Motorradverleih gehen (mehr zu dieser Odysee im nächsten Artikel). Dann kamen wir aber auch schon an der ersten Siri-relevanten Stelle vorbei und beschlossen erstmal das zu erledigen. Wer die Bücher über Dr. Siri nicht kennt wird mit dem Post hier wohl wenig anfangen können, aber er muss sein, denn Dr. Siri hat uns ja überhaupt erst nach Laos gebracht.

Aber man darf ja nicht ungestärkt auf eine heikle Mission gehen, daher sind wir erstmal in eine Nudelküche direkt vor unserem Guesthouse gewackelt. So eine wo sich kein Tourist reinverirrt. Unsere Frage nach einer vegetarischen Suppe war dann auch eher für den Popo. Der freundliche Herr bemühte sich zwar redlich, aber ausser „Beef – Chicken – Fish“ war da nicht viel. Also, egal, einmal Fish, einmal Chicken. Mal wieder saulecker. Wir entschuldigen schonmal die vielen Essens-Bilder, aber wenn man hier eines kann, dann Essen. Immer und überall. Neben uns sassen vier Mädels in Schuluniform die die ganze Zeit wild gekichert haben. Pubertät ist wohl irgendwie in jedem Land gleich. Ob sie wegen uns gekichert haben konnten wir nicht feststellen, möglich wärs aber durchaus. Bezahlen war wie immer problematisch. Für mich sehen alle Scheine gleich aus. Zu allem Überfluss sind die arabischen Ziffern bei jedem Schein irgendwo anders aufgedruckt.

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Gut gestärkt gings also los. Als erstes fanden wir die Fountain, also den Brunnen an dem in den 70er Jahren zwei Menschen ihren Tod fanden. Einer flog aus dem Fenster weil er versuchte den Kasten mit den königlichen Puppen zu öffnen. Der andere war zur falschen Zeit am falschen Ort und wurde vom Fenster-Flieger erschlagen. Tragisch! Der Brunnen ist leider tagsüber nicht an.

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Dann ein kleines Päuschen im wirklich sehr schönen, äh … äh … Park dessen Namen ich grade nicht parat habe, der aber ganz sicher auf einem Video dokumentiert ist, da er in riesigen Buchsbaumlettern an der Böschung prangt.

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Im weiteren Verlauf unseres Marsches stolperten wir dann buchstäblich über die berühmte Mahosot-Klinik. Der Ursprung des Protagonisten Dr. Siri. Denn hier an der Mahosot-Klinik befindet sich die Pathologie. Im hier und jetzt ist allerdings keine Spur einer Pathologie zu finden. Wahrscheinlich ist jedoch nur ausgeschildert was Menschen auch als Hinweis benötigen. Tote fragen selten nach dem Weg. Zuerst haben wir uns nicht getraut das Gelände zu betreten. Nicht zuletzt weil ein nicht ganz einladend blickender Wächter am Eingang die Zufahrt regelte. In einem kurzen Moment als er beschäftigt war, mit einem Auto und dessen Fahrer und uns dabei den Rücken zukehrte, schlüpften wir unbemerkt (denken wir zumindest) dann doch hinein.

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Der Klinik-Komplex ist genau wie man sich soetwas vorstellt, mit verschiedenen Gebäuden für verschiedene Fachrichtungen, umgeben von Blumenbeeten und schattenspendenden Bäumen. Zwei Hauptwege durchziehen das Grundstück einen für hinein und einen für hinaus. Am Ende des Weges der hinein führt entdeckten wir das Klinik-Restaurant. Dort hiess es Zucker auffüllen und Temperatur etwas runterkühlen, sprich ganz profan: Cola trinken. Noch etwas über das Gelände schlendern und ein paar Nops später waren wir wieder draussen. Wir fandens absolut geil, wenn sich vielleicht der eine oder andere von euch fragt warum wir nach Laos fliegen um uns ein Krankenhaus anzusehehn. Darauf sagen wir nur: Siri lesen 🙂

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Als nächstes Stand das Lan Xan Hotel auf dem Programm, wo wir uns eigentlich den traurigen alten Bären ansehen wollten der dort in einem Käfig gehalten wird. Hier gabs grosse Konfusion. Wir wollten per Tuk-Tuk hin da wir keine Ahnung hatten wo das Teil sein soll. Also Tuk-Tuk gechartered und dem nicht-ganz-so-freundlichen-mir-beherzt-ins-Portemonnaie-greifenden Fahrer einen Zettel mit den Worten „Lan Xang Hotel“ hingehalten. „Hä?“. Er fuhr uns dann irgendworhin, dauerte 30 Sekunden und kostete 3 Euro. Wir lassen uns aber in jedem Urlaub mindestens einmal abzocken. Egal. Gute Tat des Tages. Also standen wir vor dem „Lane Xang Hotel“. Kein Käfig weit und breit. Ergo: Dumme Nuss, falsches Hotel. Hinterher denken wir aber, dass es doch das richtige war und nur eben anders geschrieben wird. Naja, leider gibts eben doch kein Bild davon. Schande über uns!

Als letzte Etappen auf Siris Spuren in Vientiane haben wir zumindest die Lan Xang Road/Rue/Avenue, was auch immer – breite Strasse halt – gefunden und sind diese auf so eine Art “Arc de Triomphe“ zugefahren ( mit zwei sehr schicken Leihrädern, davon aber mehr im anderen Blog-Post). Und auch hier kein Lan Xang Hotel in Sicht (was uns zur Vermutung mit dem Lane Xang führt).

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Hinter dem Patouxay-Bogen, an dem wir kurz rasteten, befindet sich etwa einen Kilometer weiter der That Luan Tempel. Dieser ist nicht nur sehr bekannt und ein Wahrzeichen Vientanes, sondern auch der Schauplatz einer gruseligen Geschicht von Dr. Siri. In dieser wird nämlich der verrückte Inder, der immer mal erwähnt wird, aus Versehen lebendig in die renovierte Stupa eingemauert. Die Tempelanlage lud uns mit den pittoresken schattigen Plätzchen und den kontemplativen buddhistischen Blumenarrangements eine Weile zum Verweilen ein.

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Somit ist unsere Siri-Tour was Vientiane betrifft beendet. Wir finden wir waren ganz erfolgreich 🙂

Es grüssen euch,

Siri-Claudi
Sivilay-Bart

P.S. Keine Angst, der Inder wird schliesslich aus der Stup gerettet!
P.P.S. Wir freuen uns über jeden Kommentar aus der Heimat

Danger Seeker & Bier-Moo

So, noch ein kurzer Nachtrag zu unserem ersten Abend. Irgendwie erlebt man hier so viel dass man mit dem Schreiben nicht hinterherkommt. Morgen fahren wir schon nach Vang Vieng weiter und beschreiben hier noch den ersten Abend. Aber, liebe Freunde, habt Vertrauen dass das Universum sich so entwickelt wie es soll!

Nach dem Besuch des Winke-Heinis, aka Grüßaugust, hatten wir Hunger. Bart war schon den ganzen Abend magisch von einem gewissen Herrn Bratfisch mit Lemongrass im Maul angezogen. Also, hin und bestellt. Die Bestellung fiel dann irgendwie etwas opulenter aus als gedacht. Ne … eher als verträglich. Sprich: Die Augen waren grösser als Der Magen.

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Der Fisch war deliziös. Allerdings kam mit dem Fisch auch eine Platte mit Salatvariationen. Laut Kellner wickelt man in ein grosses grünes Blatt ein Stück Fisch und garniert das mit Beilagen (Knofi, Erdnuss, Nudeln, Passionsfrucht, Minze, Sprossen etc.). Und wer schonmal unterwegs war kennt den alten Spruch. „Cook it, peel it or forget it“. Bart war aber in Abenteuerlaune, konnte das Kilo Grünzeug (inkl. eines halben Weisskohls) nicht liegen lassen und mutierte ob dieser Herausforderung zum Danger Seeker. Immer nei mit! Zum Glück blieb dieses Abenteuer ohne Folgen! Ach ja, unseren ersten laoalo haben wir auch getrunken. Lecker Snapsi!

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In dem Restaurant haben wir auch unsere argentinischen Taxi-Sharer wiedergetroffen. Sie sahen irgendwie doppelt so fertig aus wie wir. Aber sie hatten ja auch eine doppelt so weite Anreise. Wir haben Ihnen den Fisch empfohlen, vom Salat abgeraten aber leider keine Provision oder Schutzgeld bekommen.

Auf dem Heimweg haben wir noch den Bier-Moo gegenüber entdeckt. Ein Belgier importiert Bier aus aller Welt und vertickt das zu horrenden Preisen in einem loungigen Ambiente, mitsamt mauliger Teenage-Praktikantin. Wir können die Lokalität jeden Abend von unserer Terasse aus sehen … Laos ist wohl noch nicht bereit für diese Art von Geschäftsmodell. Oder es liegt an der Praktikantin. Who knows.

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Das war unser erster schwitziger, stressiger, kitschiger, alkoholiger aber alles in allem erfüllender erster Abend in Vientiane, Laos. Wir verbschieden uns wie immer mit einem freundlichen „Nop“.

Danger-Bart und Grüß-Claudi

Kitsch am Mekong

Nachdem wir uns etwas erholt hatten wollten wir nun endlich, endlich wie Dr. Siri und sein bester Freund auf einem Baumstamm am Mekong sitzen und uns das erste, eiskalte Beerlao hinter die Binde kippen. Das Bier war schnell gefunden, das gibts hier nämlich an jeder Ecke wie Leitungswasser. Kostet zwischen 90 Cent und €1,20 und, ich nehme es schonmal vorweg, schmeckt ausgezeichnet. Aber erstmal eine ATM gesucht und hoffen und beten, dass zumindest eine unserer Karten funktioniert. Da Bart klugerweise sämtliche PINs seiner Kreditkarten vergessen hat verlassen wir uns komplett auf Claudias VISA Card und Barts Maestro Card. Aber, was soll ich sagen, die Technik macht auch vor Laos nicht halt und bisher haben wir immer mit zumindest einer Karte Bares bekommen. Was wir wie gesagt in (erstmal eine, wir wussten ja nicht wies schmeckt) Beerlao investiert haben.

Runter zum Mekong, und der erste Blick war gleich bombastisch, da Sonnenuntergang.

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Warnung: Wir haben etwa 50 astreine Kitschbilder geschossen, unten haben wir ein paar angehängt. Wer Lust auf mehr hat dem drucken wir gerne eine Fototapete 🙂 Aber vor dem Bier die Arbeit. Bart war noch am Knipsen, plötzlich kommt ein Lao-Teenie-Mädel auf Claudia zu und fängt an sie vollzuquatschen. Bart schon wieder: „Ha, bestimmt so ne Abzocke“, aber weit gefehlt, wir sind hier in Laos. Hier gibts (fast) keine Abzocke sondern einen freundlichen Nop. Das Mädel war von irgendeiner Schule und hatte wohl die Hausaufgabe Touries auf Englisch anzuquatschen und Konversation zu betreiben. Totaaal süüüüüss. Hatte einen Zettel mit vorgefertigten Fragen drauf. „How do you like the food in Laos?“. „How long do you stay in Laos“. Mehr Konversation war leider nicht zu betreiben, aber Hut ab, dazu gehört in dem Alter echt Mut. Wir haben ihr dann aus unserem Berlin-Souvenier-Reservois das wir immer mitführen einen kleinen Bärchen-Anhänger und einen Kühlschrank-Magnet mit Berlin-Motiven geschenkt. „Ahhh, I like, I like, I like.“ Hätte sich fast nicht mehr eingekriegt. Süüüüüüss. Ist adoptiert. Leider haben wir verpasst ein Bild von ihr zu machen. Ein kleines Video gibts, aber das kann ich wegen der Bandbreite hier nicht hochladen.

Dann runter an den Mekong. Mission fast accomplished. Einen Baumstamm wie Siri haben wir zwar nicht gefunden, dafür eine alte Holztür die in der Pampa rumlag. Also … Tür Richtung Ufer, draufsetzen und den ersten Schluck Bier nach einer laaangen Zeit. War das geil.

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Geiler war aber noch die Szenerie. Je länger der Abend desto schöner (und kitschiger) der Sonnenuntergang. Mal mit Fischern auf dem Wasser, mal ohne. Mit Himmel und Ohne. Mit Bier und ohne. Zum Schluss fing noch eine Band in irgendeiner Kneipe an schnulzige Thai- oder Lao-Songs zu spielen. Das war dann auch für uns zuviel. But now: Let the Kitsch begin!

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 Der weitere Abend verlief dann noch wie folgt. Entlang des Mekong, stromaufwärts, werden hier in Vientiane ab Sonnenuntergang nicht die Bürgersteige hochgeklappt sondern eher ausgefahren. Soll heissen die Uferstrasse entlang der Promenade wird für Kraftfahrzeuge gesperrt und Fussgänger, Radfahrer, Skater, also alle Freizeitaktiven (oder  -aktivisten?) erobern sich den Raum. Das schliesst die allabendlichen zwei Squaredance-TaiChi-Openair-Aerobic Gruppen mit ein. Diese betreiben unweit voneinander in unwesentlich unterschiedlicher Lautstärke und Rhythmus ihre gruppendynamischen Zusammenkünfte. Zwischen beiden gibt es in der Mitte einen Punkt an dem die Kakophonie mitsamt Übersteuerung ihren herrlichen Höhepunkt erreicht. Unweit davon befindet sich Abend für Abend der Nightmarket. Hier gibt es auch Kitsch und Nützliches, einfach nett mal hindurch zu schlendern. Am Ende wartet dann der (von Jochen) sogenannte Grüssaugust. Eine Steinstatue mit waagerecht erhobenem, grüssendem Arm. Allerdings lassen seine lustigen steinernen Kasperschuhe mit hochgebogener Spitze keine Assoziation zu auch wenn sie noch so naheligend ist.

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Von dort haben wir unser Hotel gesucht und gefunden. Wir haben dann den Abend noch ruhig ausklingen lassen. Am nächsten Tag hiess es ja erstmal: Dr. Siri auf der Spur. Und auch da waren wir höchst erfolgreich. Aber davon erzählt euch ein anderer Post.

Es grüssen euch alle herzliche,

Schnulzen-Bart und Schmalz-Claudi

Ein Gruss aus der Heimat in Form eines kurzen Comments freut uns wie immer sehr. Support your local traveller!

How many Friendship Bridges …

must a man walk down before he arrives in Laos. Ich frage mich ernsthaft wie viele Friendship Bridges es auf der Welt gibt. Wir haben jedenfalls unsere 2. überquert. Vielleicht wäre es ja eine reizvolle Üerlegung alle Friendship Bridges der Welt zu überschreiten. Aber der Reihe nach.

Nachdem wir einigemassen ausgeschlafen in Nong Khai angekommen sind war der Übergang nach Laos eigentlich relativ einfach.

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Erstmal in Thailand „auschecken“ und ein Ticket nach Thanaleng kaufen. Easy.

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Das Einsteigen in den Zug war schon wieder etwas schwieriger da bis auf eine alle Türen plötzlich ausser Funktion waren. Ich wollte noch einem netten Beamten helfen die Dinger mit roher Gewalt aufzumachen, aber erfolgloss. Er wusste auch nicht was los war. „Hä, what happened?“. How should I know? Aber auch dafür gabs eine Lösung und wir konnten die Fahrt, die nur etwa 30 Minuten dauerte, ganz entspannt beginnen.

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Und da sag mal einer es ist nicht möglich mit kleinen Kindern zu reisen. Im Zug waren zwei Pärchen mit Kindern, die sich auch gegenseitig gut verstaden haben. Die einen waren Russen, die anderen Mixti-Masli, ich glaube Thai und UK. Alles in allem eine illustre Reisegesellschaft.

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Die Fahrt im schönen Sonnenschein war dann auch super entspannt.

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Und als wir über die Brücke fuhren erhaschten wir den allerersten Blick auf den Mekong. Den ersten. Darauf hatte ich so lange gewartet. Und in Helsinki gefroren. Und auf dem Flug gelitten. Was für ein Moment!

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Und total seltsam die Bahnschienen waren mitten im Asphalt verlegt, so sah es aus als würden wir auf der Straße die Brücke überqueren.

Dann Thanaleng, und wieder ein kleiner Moment des Bangens. Die üblichen Einreiseformulare ausfüllen, Geld rüberwachsen lassen und das gestempelte Visum wieder bekommen. Easy. Hm. Zuerst hat Claudi ihren Pass reingereicht. Dann ich. Nach uns noch zwei. Was kommt aus dem Fenster raus? Mein Pass. Dann die beiden anderen. Dann erstmal nichts. Und ich schon wieder total in Panik … Minuten verstreichen … nüschte. Müssen wir jetzt wirklich hier umkehren? Nach all de Strapazen? Aber dann der finale Moment. Fensterchen geht auf, Claudias Pass kommt raus. And off we go. Wir haben uns einen Mini-Van mit einem Pärchen aus Argentinien geteilt der uns dann direkt nach Vientiane gebracht hat. Endlich hier! Und erstmal ein einem kleinen, sehr lauschigen und höchst pittoresken Cafe was Essen und etwas zuckerwasser zur Stärkung.

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Als nächstes die Suche nach der Unterkunft. Die Francoise Road mit sehr vielen Guest Houses war uns dann doch zu „Backpackerig“. Viele Unterkünfte, aber Preis/Leistung irgendwie hmmm. Aber was ist es was wir suchen? Wissen wir auch nicht, einfach weiter schauen. Weiterschauen bedeutet aber auch weiter latschen und das mit vollem Marschgepäck, in der Mittagshitze, schööön! Und an jeder potentiellen Unterkunft die gleiche quälende Frage: “Nehmen wir dies? Weiss nicht lass mal ein Zimmer ansehen. Puh echt?“ Na dann eben weiter eiern. Und manchmal übernimmt das Universum dann die Regie. Wir suchten und fanden eine nette Seitenstraße mit einem netten kleinen ruhigen Guesthouse. Leider closed for Renovation! Aber dann kommt die Besitzerin raus, sagt uns es wird noch 2 Monate dauern bis man hier übernachten kann allerdings hätte sie auch noch was anderes. Das Siri, nicht weit von hier, direkt gegenüber vom Tempel. Das Siri! Na wenn das kein Wink ist… . Wir also schnurstraks auf den Tempel zu, das Siri suchend und: tja, kein Siri weit und breit. Mann, das ist echt ermüdend, geh mal da und da hin, dann geht man in die Richtung und nix is da. Hier sind Richtungen und Distanzen anders. Ok, nach einigem hin und her haben wir es gefunden und nicht wirklich gemocht. Zu laut, zu klein, zu dunkel. Aber es gibt noch das Siri – übrigens Syri daher auch die Konfusion – also das Syri 1. Das sei viel ruhiger, netter, etc. hier wäre das Syri 2. Also, ein letztes mal aufgerafft und hingschleppt. Und ja wirklich hier ist nett, Zimmer sauber und Preis ist gut, alles fein. Nur Bart war von oben bis unten durchgeschwitzt.

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Eingezogen ersteinmal duschen und wir sind, nein Claudi ist, immernoch, soooo müüüde. Bart auch, aber er versucht sein Bestes die Augen offen zu halten.

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Dann der erste abend am Mekong … im nächsten Post!

Es grüssen euch aus dem heissen Vientianne,

Marschgepäck-Claudi und Schwitze-Bart

Wohlsein! (Oslo – Laos, Pt. 2)

Und damit noch ein Zitat aus Dr. Siri. Und wie immer schliesse ich auch meinem Vorredner an. Der Flughafen Oslo ist kein Vergleich zu Helsinki. Zudem hier ein Zitat des Vorredners:“Auch witzig der Name des Blog ist laos2014 und die Beiträge drehen sich um Helsinki, Minusgrade, Schnee, Oslo…“ An dieser Stelle möchte ich amerken, wie glücklich wir uns schätzen können, noch den Norwegian-Flug bekommen zu haben. Auch wenn ich sagen muss es nervte mich ebenfalls, sogar um einen Becher Wasser ‚zu betteln‘. Und ich fand auch die Geräumigkeit enttäuschend – für einen Dreamliner zumindest. Ausserdem gab es kein Bookworm-Spiel! Unsere Decken (von Air France) hatten  wir sowieso selbst dabei 😉 Ja, Finnair war tatsächlich viel gastfreundlicher. Wir werden sehen ob sich das auf unserer Heimreise bestätigen lässt. Der Unterschied der Crew hätte jedoch stärker nicht sein können. Norwegian Dreamliner: Bordpersonal definitiv U30 allesamt wie aus dem Manga-Comic entsprungen. Finnair Bordpersonal: gestandene Erwachsene, Ü35 mit nordischen Charme. Unsere Flugbegleiterin von dem Finnair-Flug macht übrigens scheinbar auch Urlaub hier in Asien. Sie stand am Einwanderungsschalter in Bangkok direkt vor uns in der Schlange. So, damit waren dann auch der lange Flug und die lange Wartezeit überstanden, auf zu neuen Abenteuern.

Bangkok, vom Flughafen in die Stadt mit dem Bus: Ich fands total spannend! Ja, klar anstrengend wenn man die Sprache nicht lesen kann und alles fragen muss, aber dann auch mit der Antwort nichts anfangen kann weil man sie nicht versteht. Trotzdem, wie aufregend im ‚Stadtbus‘ in das Zentrum juckeln, mit null anderen ‚Weissbroten‘. Allein der Anblick der Fahrkartenkontrolleurin, wie sie mit einer Art metallenen Regenmacher sowohl Geld verwaltet als auch die  Fahrkarten ausgibt, in einer Art Ballett mit Fingern.

Endlich den Bahnhof erreicht gab es alles was das Reiseherz begehrt: erst Gepäckaufbewahrung, nicht ganz billig und nicht so sehr freundlich aber egal hauptsache aufbewahrt, bis 19:00. Eine Dusche für 20Baht = 50cent, relativ sauber sogar für so einen Durchgangsbahnhof, mach sofort gute Laune! Auch wenn beim Duschen ein MAusegrosses Insekt einmal quer durchs Separee flitzt. Ich hab keine Details erkannt, hatte ja keine Brille auf und Wasser in den Augen, villeicht besser so. Danach Essen, wie schon vom Reisebart beschrieben super lecker, auch nur 1 Euro und in einer netten – tja was war das, Seitenstrasse wär zuviel gesagt, Hauseinfahrt zu wenig – naja, man kann es sich vorstellen ein Zwischending eben. Auf Plastik-Hockern von einer netten Thailänderin mit AC-DC back in black Tshirt serviert. Und wenn der Bauch dann so schön voll ist, müüüüde! Tja wohin legen? Die Bänke am Fluss waren alle schon belegt. Dann kam diese Idee mit dem Park.

Auf dem Plan sah der Park so nah aus und in Nepal hatten wir mit dem Garden of Dreams so gute Erfahrungen gemacht. Also ab in Richtung Park laufen, hinlegen, Siesta und alles ist gut. Wir liefen, und liefen, und liefen und liefen. Und wurden schliesslich vom Tuk-Tuk am Osteingang abgesetzt. Das heisst ich nehme an es war der Osteingang, denn nicht nur die Beschriftung in unserer Karte war merkwürdig sondern auch die Proportionen also warum nicht auch noch die Himmelsrichtungen durchmischen? Das gibt bestimmt einen Heidenspass! Dort angekommen war der Boden überall soo matschig, an hinlegen nicht zu denken. Schöne Liegen oder ähnliches gab es nicht. Am Ende haben wir dann in der Konzertmuschel auf den Stufen einen Platz gefunden an dem wir ein wenig ausgeruht haben.

Wir wollten eben den Park verlassen, da wurde aus dem Geniesel, das begleitet von Donnergrollen die ganze Zeit schon über dem Park hing, ein hübscher, heftiger, tropischer Regenguss. Zum Glück hatten wir eben beschlossen noch schnell die örtlichen Ver- und Endsorgungseinrichtungen aufzusuchen. Unter dessen Dach suchten in der Zwischenzeit mehr und mehr Läufer Schutz irgendwann hatte ich den Eindruck es müsse eine Laufveranstaltung stattfinden aber es waren wohl doch nur die üblichen Sonntagsatlethen auf ihrer gewohneten Runde. Recht viele Europäer übrigens, die alle wirkten als betrieben sie auch Feierabendsport hier mit all den asiatischen Kollegen. Wer würde auch zum joggen extra nach Bangkok fliegen?

Ja, dann der Weg zurück, ich muss zugeben die bartsche Orientierungseinheit wird besser durch Benutzung. Ich war kurz planlos und Jochen hat intuitiv die richtige Richtung gewählt, ich weiss garnicht was er hat, geht doch! Der Rückweg war mit Zusatz-Schwierigkeitsgrad: schlüpfrige Gehwegplatten, gepaart mit Wegverlängerung durch Ausgang-am-anderen-Ende-Verwendung. Puh die Flunken waren danach platt! Da half auch die leckere Suppe in der netten kantinenartigen  Gastronomieeinrichtung nicht viel.

Zumindest hat die Suppe eine Weile von den Füssen abgelenkt. Die war nämlich sehr interessant. Sie bestand aus einer extrem schmackhaften Brühe mit Spinat, Sprossen und Pilzen. Die grossen Pilze machen sich sicher auch gut als Ersatzschnitzel. Sowohl von der Textur als auch vom Sättigungseffekt. Die kleinen waren keine halluzinogenen Pilze obwohl sie sehr stark so aussahen, die Pilze die man in dunkelbraun bis schwarz bei uns in jedem chinesischen Gericht findet, waren hier gleicher Geschmack, gleiche Konsistenz aber waren hell, wie gebleicht. Und dann gab es noch gelbe Dinger. Kaukonsistenz wie Linsen, Form wie Kapern ohne Höcker und etwas grösser und ein ganz leichter eigenartiger Geschmack. Ich glaube es waren etweder auch Pilze oder wie Kapern, so Blumenknospen – wer weiss?! Ich fand sie gut, Jochen fand sie doof.

Zurück zum Bahnhof um halb sieben hab ich Jochen vorgeschickt, um rechtzeitig um 19:00 das Gepäck abzuholen. Ich bin langsam hinterher gehumpelt. Auf Gleis 5 stand dann bereits der Zug bereit. Im richtigen Waggon, am richtigen Sitz angekommen Hat Jochen dann den Zugbegleiter bei der Sitzplätze-In-Liegeflächen-Umwandlung gefilmt um zu dokumentieren wie schnell der Vorgang des klapp hoch, klapp runter, Matratze ausrollen, Bett beziehen, Liegewagen fertig, abläuft. Der war sehr stolz auf seine Choreographie und das mit Recht. Daher hat er sich auch zu gern dabei filmen lassen (ich hätte mich nicht einmal getraut zu fragen).

Ich werde jetzt die erste Nacht auf laotischem Boden schlafen, bin sehr müde, Jochen pennt schon. Morgen gibt es neue Berichte und dann wirklich den Teil der Einreise nach und unserem ersten Tag in Laos.

Gute Nacht und Viel Glück

Heiss heute was? Verdammt heiss! (Oslo – Laos, pt. 1)

Mit diesem Klassiker aus den Dr. Siri-Büchern, die uns erst hierhier nach Laos geführt haben, begrüsse ich euch alle aus dem wirklich heissen und wundervollen Laos. Genauer gesagt aus Vientiane. Und noch genauer aus Syri Guesthouse 1 – Ja, der Name Siri ist auf unserer Reise Programm! Was für ein Trip hierher. Das war bisher das Anstrengendste was ich je auf Reisen gemacht habe. Aber der Reihe nach.

Nachdem wir uns um 03:30 aus dem Bett in Helsinki gequält und einen kurzen Flug nach Oslo hinter uns gebracht haben waren erstmal 7 Stunden Aufenthalt angesagt. Den Flughafen in Oslo kann ich wie gesagt nicht empfehlen. Aber das schrub ich ja schon. Dann 11 Stunden Flug nach Bangkok. Es war zwar ein Dreamliner, aber die Fluggesellschaft war Norwegian Air. Kann ich auch nicht empfehlen. Das war der erste längere Flug bei dem man für fast alles die Kreditkarte zücken musste. Ja, Wasser gabs natürlich kostenlos, aber für Decke, Kissen oder sonstige Selbstverständlichkeiten hiess es: Yes, you can have, we only acceppt credit card. Fuck you! Sorry, aber das war schon fast Abzocke. Also Leute – tut euch Norwegian nur an wenn ihr keine Alternativen habt.

Vor uns sassen ein paar anstrengende Deutsche (wie solls auch anders sein) und nervten mit diversen Dingen … muss ich nicht weiter ausführen, sah mir aber so aus als ob sie das erste Mal Langstrecke fliegen und einfach keine Manieren hatten.

Schlafen konnten wir wenig und das Entertainment-Programm war eher mau. So kamen wir nach dem Flug vollkommen im Eimer in Bangkok an und mussten noch die Zeit bis zu unserem Zug überbrücken. Ankunft: 07:00. Zug: 20:00. Horror pur.

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Bis dahin wars aber ein langer Weg … erstmal mussten wir den Bahnhof finden und hoffen überhaupt ein Ticket zu bekommen. Claudia hat sich nach einer klein wenig heftige Debatte (wie gesagt, wir waren beide im Eimer) durchgesetzt und wir nahmen den Bus in die Stadt. Soweit war alles ok, wir fanden Bus, auch der Anschluss-Bus mitten in der Stadt war kein Problem, wenn auch geknallt voll. Bei so einer Packdichte mit Backpack und Reiserucksack in der Menschentraube zu stehen – kein Spass.

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Am Bahnhof angekommen konnten wir alle Versuche uns in Tourie-Fallen zu locken (1500 Bhat für den Zug, ne, schon klar …) umschiffen und waren nach kurzer Zeit stolzer Besitzer eines Stinknormalen Zugtickets. Kostet übrigens ca. 780 Bhat, Second Class Sleeper, nur so am Rande.

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Aber wie nun die Zeit totschlagen? Wir mussten uns irgendwo hinlegen. Wir mussten einfach. Aber erstmal am Strassenstand sauleckere Nudeln mit Gemüse gespachtelt. Und Zuckkerreserven über Cola auffüllen.

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Dann gings wieder etwas besser. Nur: was nun? Auf der City-Map haben wir einen kleinen Park entdeckt, der, Achtung Hendrik, den schönen Namen Lumpini-Park trägt. Sah auf der Karte ganz nah aus. Nach ca. 2 km und Blasen an Claudias Füssen entschlossen wir doch ein Tuk-Tuk zu nehmen. Nur hatte der Fahrer keinen Plan wohin er fahren sollte. Also lustig durch alle möglichen Gässchen und Strässchen gekurvt. Irgendwann waren wir dann doch da und konnten uns endlich etwas ablegen. So muss das Paradies aussehen!

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Dann: Wolkenbruch – Warten bis es aufhört zu regnen.

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Wie kommen wir wieder zurück? Laufen? Eher nein. Aber hier fahren keine Tuk-Tuks ab. Also … Beine in die Hand und von planlosen Bangkokern hierhin und dorthin geschickt werden. Danke Bartscher Orientierung (hätte nie gedacht dass ich das mal schreiben werde) dann doch die richtige Richtung gefunde, vom Tuk-Tuk Fahrer nochmal ganz, ganz klassisch übers Ohr gehauen worden (Schande über uns), aber wir waren dann doch rechtzeitig dort. Und konnten vorher noch eine lecker Suppe schlürfen. Der Zug war dann wie erwartet. 2nd class sleeper, sieht wohl in jedem Land in etwa gleich aus.

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Leider war wieder die AC an so dass wir nachts richtiggehen geschlottert haben. Ich zumindest, Claudia ist bei sowas ja durchgehend besser vorbereitet als ich und hatte mehrere Lagen Decken und Zeug dabei. Die Toiletten war auch wie erwartet, aber ok. Im Lhasa-Train wars schlimmer finde ich (gut, der war aber auch 48h unterwegs, wir nur etwa 10).

Vor dem Ablegen nochmal ins Bordrestaurant. Dort konnte man rauchen und es lief Mucke, so dass sowohl Claudia als auch ich eine Träne im Knopfloch hatten als der Zug losratterte. Das Gefühl werde ich nicht mehr vergessen. Riesen-Lob an das Bordrestaurant. Erschwingliche Preise und ganz im Ernst, einfach nur saulecker. Abends wieder Reis, Gemüse mit Beilagen, am nächsten Morgen Reissuppe mit Chicken, Früchte und … hach … Kaffee!

Soviel zum ersten Teil. Stay tuned for part 2 – Über die Friendship Bridge nach Laos.

Reisebart und Sleeping Claudia.

P.S. Ein paar Grüsse nach Laos? Claudia und ich sind je nach WiFi-Verfügbarkeit aus Sendung und freuen uns über jeden Kommentar.

Zwischen Thailand und Laos – WiFi in weird places

Wir haben es fast geschafft! Nach einem Tag in Bangkog an dem wir kaum die Augen aufhalten konnten, dafür aber sehr leckeren Street Food gegessen haben sitzen wir jetzt in Nong Khai am Bahnhof. Wir haben soeben offiziell Thailand verlassen und können unseren Shuttle Train nach Thanaleng in Laos schon sehen. Bilder gibts demnächst. Zug hat grade den Motor angeworfen … wir fahren jetzt. Laos, wir kommen. Finally! Yeah!

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Wasted in Oslo

Mannomann. Nachts um 3:30 aus dem Bett geweckert zu werden ist ja genau mein Ding. Dann noch eine Stunde mit dem Airport Taxi (und einem sehr lustigen Taxifahrer, das muss man zumindest sagen) durch Helsinki getaxit zu werden machts auch nicht besser. Helppi, wo bist Du wenn man Dich braucht? Snapsi hätte vielleicht geholfen, aber das sind reine Spekulationen. Der Flug nach Oslo war dann auch relativ unspektakulär. Aber auch kein Schlaf möglich. Licht – On – Off – Blöde Durchsagen – Wolle Rose kaufen?

Und so hängen wir jetzt seit 5 Stunden am Flughafen in Oslo rum. In die Stadt wollten wir nicht, da a) weit weg und vor allem b) verdammt teuer. Und da uns der Helsinki-Umweg eh schon ein Loch in die Kasse gerissen hat wollten wir die Kohl lieber in was Schönes investieren. Der Flughafen ist nach Bartscher Meinung übrigens ein Mistflughafen. Nirgends kann man sich hinlegen, Rauchen kann ich auch nicht, immer voll laut und teuer und überhaupt. Habe ich erwähnt dass wir völlig übermüdet sind? Ich habe Schwierigkeiten die richtigen Tasten zu finden …

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Aber, liebe Freunde, wir sitzen am Gate. At the Gates sozusagen:

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Der neue Pass funktiniert innerhalb der festgelegten Parameter einwandfrei. Und so sieht es aus als ob wir doch noch nach Bangkok kommen. Nach 7 Stunden Oslo dann halt nochmal 11 Stunden Flug. Wer schön sein will muss leiden. Und wer reisen will muss rumhängen. Also, Arschbacken zusammenkneifen und lächeln, bei den Asiaten klappt das ja auch!

Die Leute hier in Norwegen sehen übrigens alle aus als wären sie Ski-Weltmeister oder Black Metal Fans. Ein Zwischdending scheints nicht zu geben.

Und damit schliessen:

Skiweltmeister Claudi

Black Metal Bart

P.S. Wie immer freuen wir uns über einen kleinen Kommentar.

letzte Grüsse aus Helsinki

Der Tag neigt sich dem Ende zu und wir bereiten uns langsam auf die Abreise vor. Der gestrige Abend endete sehr feucht-fröhlich. Auf der Suche nach einem dezenten Gute-Nacht-Bier-Etablissement wurde uns geraten uns in der Nähe des Hauptbahnhofes umzusehen (boah langweilich, schonwieder Hauptbahnhof, das hatten wir doch schon). Eigentlich konnte uns niemand etwas empfehlen, da wegen der hohen Preise hier keiner mehr ausgeht. Also dann eben doch wieder Tram Nummer 4 und Hauptbahnhof aussteigen.

Neben dem Bahnhofsgebäude ist ein grosses Zelt aufgebaut mit einem Schild vorne am Eingang auf dem zu lesen ist “ Beerfest Finnland“ Neugierig begaben wir uns dahin und schwupp waren wir auch schon drin, für 17,50 Euro Eintritt.

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Das Bier (die Wahl war zwischen Carlsberg und tschechischem Lager oder tschechischem dunklen) war lecker, gabs in einer Kreuzung aus Maßkrug und Pitcher und kostete 13,- Euro.

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Es gab Live-Musik und in den Pausen zwischen den Coverbands Musik aus der Konserve. In jedem Fall allerdings merkwürdig gemischt. 80er Lieder aber eher die Lieder die nur auf Platz 2 in den Charts waren gemischt mit finnischen Top-Hits und folkloristischen Zwischeneinlagen. Zu den folkloristischen Liedern tanzte übrigens jeder, egal ob Normalo oder langhaariger Bombenleger.

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Bekanntschaft haben wir auch gemacht, allerdings war der nette Finne so betrunken, dass wir auch nach mehrfahcher Nachfrage seinen Namen nicht verstanden haben. Er schenkte uns sein letztes Bier und liess sich dann von seinem Boss (viele Tische waren für Firmen reserviert) abkommandieren. Wir haben auch zwei Sorten des örtlich üblichen Schnapses verkostet Salmiakki und Terva, ein Produkt aus und mit Holz-Teer. Schnaps heisst hier übrigens Snapsi….

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Auf den Toiletten spielten sich zu späterer Stunde unglaubliche Szenen ab. Total betrunken war ja eigentlich jeder, aber der eine verträgts halt besser als der andere. Schwankende Finnen die ihren Hosenstall nicht mehr zubekommen haben und die kleine Holztreppe fast heruntergepurzelt sind. Daneben zwei Männer die irgendwie ihre Brüderschaft feierten und sich ewig lang und herzlich drückten und auf den Rücken klopften. Ich sach Dir … Verbrüderung pur! Schön auch die Bedienungen in einer Mischung aus Dirndl und finnischer Folklore, die auch mal mit auf die Bänke stiegen und mitgröhlten.

Nachdem Jochen noch eine flotte Sohle aufs Parkett gelegt hatte und wir das viele Bier endlich ausgetrunken hatten sind wir so gegen halb eins zur Tramhaltestelle gewackelt haben zwei Belgier vollgequatscht und sind zurück zu unserem Hostel gefahren (Eurohostel in der Linnenkatu). An der Bar im Erdgeschoss haben wir dann doch noch einen Salmiakki bestellt und ein Carlsberg, dass haben wir aber leider nicht mehr ganz geschafft. Dafür konnten wir unsere Tram-Tages-Tickets noch an zwei Neuanömmlinge abgeben – wieder eine gute Tat 🙂

Heute war ich eigentlich den ganzen Tag beschäftigt den Kater loszuwerden. Unterbrochen von einem netten Smalltalk in der Küche mit einer Künstlerin aus British Columbia, Kanada. Wir waren uns einig, in Helsinki spielt Kunst eine grosse Rolle. Überall sieht man Skulpturen oder gestaltete Wände, selbst die Trennwände auf den Toiletten im Bierzelt gestern waren küstlerisch gestaltet.

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Und am Nachmittag sind wir nochmal Richtung Hauptbahnhof gelaufen aber nur bis zum Hafen. Haben dort am Geldautomaten Euro-Nachschub besorgt, auf dem Rückweg noch einen leckeren Kaffee getrunken und werden nun die notwendigen Vorbereitungen treffen um gegen 04 Uhr 30 das Haus zu verlassen.

Auf nach Oslo, ein fröhliches Humppa Lakki,

Gruß Finni Claudi, Bierzelt Bart und Helppi (Google for it)

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Special Holiday Offer: Skandinavien – Südostasien – Berlin

Freunde der Nacht. Ein aufregender Tag neigt sich dem Ende entgegen. Und ein erfolgreicher. Und ein kalter. Aber der Reihe nach. Nachdem uns die Semi-freundliche Botschaftsbeamtin Spezial in Aussicht gestellt hat sie würde uns per Email (!!!!!!!) benachrichtigen ob das mit dem Pass klappt sind wir erstmal ein paar Stunden im kalten Helsinki umhergeirrt, immer auf der Suche nach einem WLAN. Dem besten WLAN sollten wir sagen, denn anders als in Deutschland gibts freies Wifi hier an jeder Ecke. Soviel zum Thema Neuland. Und die Mail kam nicht. Und kam nicht. Und kam nicht. Aber nachdem wir schon vermutet haben dass es wieder so ein spezielles Problem Beamter-Internet gibt, siehe da: In dem Moment als Claudia zum Telefonhörer griff trudelt tatsächlich eine Mail ein. Ergebnis: Claudia hat einen niegel-nagel-neuen Reisepass:

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Hurra Hurra! All hope is not lost! In der Zwischenzeit hat der Ex-Himalaya-Meier neue Flüge gebucht. Der Finair Flug wäre am Montag, und uns ginge fast eine komplette Woche verloren. Es blieb nix anderes übrig als einfach was neues zu buchen. Samstag geht unsere Skandinavien-Tour weiter, wir fliegen dann erstmal nach Oslo. Und haben dort 7 Stunden Aufenthalt. Lieber Staat bzw. liebe Berliner Behörden: Ihr schuldet uns Flüge im Wert von …

Gut, also, das Beste aus der Situation machen und Helsinki anschauen gehen. Eine wirklich schöne Stadt wie man hier sehen kann:

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Das lustigste ist hier die Sprache. Die Finnen habens irgendwie mit lustigen Endungen. Zum Essen gibts entweder Nuudeli oder Wursti. Die Briefe bringt man zur Posti, und auf den Bierdosen ist 25 Cent Pantti. Und um uns ganz auf die Kultur einzulassen haben wir heute mal unsere Essgewohnheiten ausgeweitet und einen Kymppi-Elcheintopf gegessen.

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So, jetzt haben wir uns erstmal ein Bier verdient. Wir melden uns hoffentlich aus Oslo wieder. Ich denke mal wärmer wirds da leider auch nicht sein.

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So, jetzt übernehm ich hier mal; ich schliesse mich meinem Vorredner an und füge folgendes hinzu:

Morgen suchen wir auch nochmal freies Wifi in der City, dann gibts noch ein Update aus der Hauptstadt der Finnen. Zudem möchte ich erwähnen, dass die Herren Beamten am Flughafen seeehr hilfsbereit gewesen sind. Wir wurden buchstäblich an die Hand genommen und ich würde mich sehr gern persönlich bei dem netten Polizisten bedanken. Ach übrigens ein Nachteil der Kälte hier ist der Ständige Wechsel zwischen Warm und Kalt sobald ein Wechsel zwischen drinnen und draussen stattfindet. Oder ist das jetzt schon das Konzept Sauna?

El Bartu & Passport-Claudi